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Vierbeiner auf der Suche nach Zweibeinern


Die Ortsgruppe Wuppertal des Technischen Hilfswerks arbeitet deutschlandweit im Aufspüren von vermissten oder verschütteten Menschen - in Porz-Mitte fand nun eine der wöchentlichen Übungen statt


Porz-Mitte - Auch der vierjährige Clooney ist an diesem Tag in Porz-Mitte im Einsatz. Sein Herrchen, Marcus Gareis, ist einer der Hundeführer der THW-Ortsgruppe Wuppertal, die auf dem Kaufhaus-Abbruchgelände den Ernstfall proben: Die Suche nach vermissten Personen in einem bestimmten Areal. Für Clooney eine bekannte Aufgabe. Speziell ausgebildet sind er und die weiteren Hunde der insgesamt zehnköpfigen Gruppe.
„Etwa zwei- bis zweieinhalb Jahre dauert die Ausbildung", erklärt Klaus Fabian, Gruppenführer vom technischen Hilfswerk. „Grundsätzlich ist jeder Hund zunächst einmal geeignet", so Fabian. Clooney hat sich schon früh als Suchhund beworben. Schon in den Anfangstagen seiner Ausbildung habe er beim Gassigehen einen hilflosen Mann am Wegesrand geortet, erinnert sich Marcus Gareis.
Vor allem auf die Nase kommt es dabei an. Zielstrebig orientieren sich auch bei der Übung die Hunde auf dem für sie unbekannten Abbruchterrain und finden schnell die als Opfer positionierten anderen Teammitglieder.
„Es gibt weltweite Einsätze für das THW", berichtet Klaus Fabian. Er und seine Gruppe sind vor allem in Deutschland im Einsatz. Auch beim Einsturz des Kölner Stadtarchivs war er und sein Team vor Ort, kam aber letztlich nicht zum Einsatz. Klassische Einsätze sind die Suche nach Menschen, die etwa durch eine Demenzerkrankung die Orientierung verlieren, aber auch Hauseinstürze.
„Nach Porz sind wir über eine Porzerin gekommen", so Klaus Fabian. Eine Bürgerin habe einmal die Arbeit der Gruppe anschauen wollen. Damit sie nicht extra nach Wuppertal reisen musste, kam die Gruppe nun kurzerhand nach Porz. Das entsprechende Suchareal war dann auch schnell gefunden.
Klaus Fabian, eigentlich Elektrotechniker im Hauptberuf, ist wie viele der Gruppenmitglieder über seinen Hund zur ehrenamtlichen Aufgabe gekommen. Aktuell wird die Ortsgruppe aufgestockt. Seit 2016 neu im Team ist Saskia vom Hagen, die sich über die technische Ortung von Verschütteten kümmert und sozusagen Vorarbeit für die Hunde leistet. Diese sehen die jeweilige Suche immer als spielerische Herausforderung an. Wichtig sei aber immer eine Entlohnung am Schluss, so Dagmar Fabian. Die Ehefrau von Gruppenführer Klaus Fabian ist ebenfalls mit im Team und belohnt ihren Vierbeiner an diesem Tag nach erfolgreicher Suche mit einem Stück Käse. Aber auch ein Spielzeug als Belohnung sei möglich, so Dagmar Fabian. „Je nach Vorliebe des Tieres". (Lars Göllnitz)

Porz am Montag, 14. April 2018

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