Ortszeitungen - Städte- und Gemeindezeitungen in NRW - Digitales Archiv
www.mitteilungsblatt-ruppichteroth.de
 
Hilfe zur Volltextsuche
 
Archiv


Home
E-Mail Abo
Kontakt - Impressum
Login für Vereine
Alle PDF-Ausgaben

RMP Anzeigenshop


www.mitteilungsblatt-ruppichteroth.de

Veranstaltungskalender
als PDF


Gefährdeten Jugendlichen Wege in die Gesellschaft öffnen


Radikalisierung verhindern


Rhein-Sieg-Kreis (ke). Wenn sich Jugendliche radikalisieren, hat das regelmäßig verheerende Folgen. Ob der Weg in die Kriminalität oder die soziale Isolation - junge Menschen, die extremistischen Ideologien folgen, stellen die Jugendämter vor besondere Herausforderungen. Um hier neue Impulse zu geben, aber auch Lösungsansätze aufzuzeigen und ein Forum zum Austausch zu bieten, hatte das Kommunale Integrationszentrum des Rhein-Sieg-Kreises (KI) zu einer Infoveranstaltung eingeladen.
In enger Abstimmung mit dem Kreisjugendamt und den Jugendämtern der kreisangehörigen Städte stand der Vormittag unter der Überschrift „Salafismus - Jihadismus". Kreisdirektorin Annerose Heinze, an die das KI als Stabsstelle unmittelbar angebunden ist, begrüßte die rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Siegburger Kreishaus und betonte: „Extremistische Gewalttaten von links und rechts sind grundsätzlich kein neues Phänomen. Neu ist allerdings, dass die Täterinnen und Täter immer jünger werden."
Sicherheitsbehörden, Schulen und andere Einrichtungen, die mit Jugendlichen arbeiten, stellten eine immer stärkere Attraktivität salafistischer Angebote fest. „Wissen über Inhalte und Reaktionsmöglichkeiten aber fehlt häufig - dem wollen wir heute entgegen wirken", so die Kreisdirektorin.
Hedi Grahl vom Ministerium für Inneres und Kommunales NRW machte deutlich, welches Gefährdungspotential von Internetauftritten salafistischer Prediger und aufwändig gestalteten Werbevideos aus IS-Produktion ausgeht. Kaan Orhon, HAYAT-Deutschland, wiederum stellte die Arbeit des Aussteigerprojektes vor und gab einen Überblick über die Ausprägungen des gewaltbereiten Salafismus in der Region. Wie gefährdeten Jugendlichen Wege in die Gesellschaft geöffnet werden können, zeigte Numan Özer, vom Präventionsprojekt 180 Grad Wende, auf. Jürgen Weißberg, Verbindungsbeamter der Kreispolizeibehörde Siegburg zu den Moscheevereinen und Migrantenorganisationen, stellte darüber hinaus seinen Aufgabenbereich vor. Neben dem fachlichen Input und dem intensiven inhaltlichen Austausch konnten die Besucherinnen und Besucher so auch Kontakte zu Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern für den Bedarfsfall knüpfen.

Mitteilungsblatt Ruppichteroth, 5. Januar 2018

www.mitteilungsblatt-ruppichteroth.de