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Kulturhistorische Wanderung zum Heilbrunnen


Bereits zum zweiten Mal frönte man an einem schönen Samstagnachmittag in geselliger Runde der Wanderslust im Windecker Ländchen. Ziel war diesmal der sagenumwobene Heilbrunnen bei Ohmbach. Ein klarer Quell in trüben Zeiten - dem Heilbrunnen in der bewaldeten Talsenke zwischen Leuscheid und Herchen wird eine wahre Wunderwirkung nachgesagt. Davon wollten sich rund 20 Personen, allein 15 Interessierte aus dem Leuscheider Land, selbst überzeugen und trafen sich am Sportplatz Leuscheid. Günter Budach begrüßte die Teilnehmenden und versetzte sie rund 800 Jahre zurück in das Jahr 1295.
Eindrucksvoll wurden die Begebenheiten der damaligen Zeit geschildert und vom Leid der erblindeten jungen Frau Mathilde berichtet, die auf dem Wege von der Burg Grenz bei Dierdorf zum Zisterzienserinnenkloster in Herchen bei Obersaal Rast machte und die Kühle der Quelle in der Nähe der Ortschaft Ohmbach aufsuchte. Der ehrenamtliche Wanderführer Budach wusste auf dem Wege zum Heilbrunnen immer wieder von Begebenheiten aus dem Leuscheider Land und von Leuscheider Originalen zu berichten. Der erste Stopp war auf der „Pattscheidt", wo sich der Weg zum Heilbrunnen und der Natursteig Sieg kreuzt. An dieser Stelle hat ein kleines Dorf namens „Augebich" gestanden.
Das Dorf wurde im dreißigjährigen Krieg anno domini 1632 durch den Schwedengraf Baudissin mit seiner Horde gebranntschatzt und die Menschen ermordet. Das Dorf wurde nicht wieder aufgebaut. Es ist aber in der Mercatorkarte von 1575 aufgeführt. Noch um 1950 wurden Mauerrest, Wasserkanäle und sogar Teile eines Friedhofes gefunden. Am Heilbrunnen angekommen, wartete bereits eine Kaffeetafel mit selbst gebackenem Kuchen auf die Wandertruppe. Das Wasser im Heilbrunnen ist nachweislich keimfrei und genießbar. Auch in der Neuzeit wird von einer heilenden Wirkung dieses Wassers berichtet. Von weither kommen Menschen zum Heilbrunnen und holen sich das vermeintlich heilende Wasser. Der Rückweg führte schließlich vorbei an der Kreisstraße 7 über den Höhenrücken mit einem herrlichen Ausblick auf das Siebengebirge, bis hin zum Kölner Dom. Zum Abschluss wurde in der Leuscheider Gaststätte „Alt Löschend" nochmals auf diesen schönen Tag zurück geblickt. Das MiL Team fürs Leuscheider Land plant für Herbst 2017 nochmals eine Führung durch den Ort Leuscheid unter dem Motto „Leuscheid früher und heute". Weitere Informationen zur Initiative „Mitten im Leben (MiL)" des gemeinnützigen Vereins kivi e.V. unter www.kivi-ev.de oder Tel.: 02241/1485

Rundblick Troisdorf, 12. August 2017

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