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Eine Weltmeisterin aus Overath


Brnyja Arnason und ihr Islandpferd Skuggi fra Hofi siegten


Brynja Arnason saß am 26.August 1999 erstmals auf einem Islandpferd. Was das Ungewöhnliche daran ist: sie war erst vier Tage alt.
Sie ist eine junge Frau, die entschlossen ihren Weg geht. Derzeit ist sie wieder auf Island, geht ihrer Arbeit auf einem Gestüt nach. Die heute 18-Jährige hat im Frühsommer Abitur gemacht. Ihr Berufswunsch ist schon lange klar. Brynja Arnason will an einer Universität auf Island studieren, als Trainerin mit Islandpferden arbeiten.
Die Liebe zu diesen Tieren wurde ihr quasi in die Wiege gelegt. Ihr Vater Styrmir Arnason ist vierfacher Weltmeister. Auf seinem Gestüt in Federath, auf dem Einstellpferde leben, Training und Kurse angeboten werden, hat Brynja Arnason über die Weihnachtsfeiertage auch mit dem Islandpferd Skuggi fra Hofi gearbeitet. Gemeinsam wurden die beiden in diesem Sommer Weltmeister der Jungen Reiter in der Fünfgang-Kombination und Vize-Weltmeister im Tölt T2 und in der Passprüfung.
Sie erklärt Tölt T2: "Anders als im Trab sitzt die Reiterin beim Tölt unerschüttert auf dem Pferd. Beim Trab würde ein Glas Wasser, das sie in der Hand hält, überschwappen. T2 bedeutet, zunächst ein beliebiges Tempo, dann ein langsames zu reiten und schließlich die Zügel komplett hin zu geben." Der Rennpass wird auf Zeit geritten. Bei der Fünfgang-Kombination beurteilen die Richter, "wie das Pferd in den Rennpass gelegt und zurück genommen wird."
Nach ihren Anfängen auf Shetland-Pony Bubbi bekam Brynja Arnason mit fünf Jahren ihr erstes eigenes Islandpferd. Mit Schimmelstute Hela fra Bolstao trat sie bei ihren ersten Kinderturnieren an. 2007 wurde sie mit der Stute Atorka Deutsche Jugendmeisterin im Tölt. Früh gehörte sie dem Futury Kids Kader an, zeigte auch bei Appasionata mit dem Islandpferde-Show-Team eine Töltquadrille vor 12000 Zuschauern.
2015 bekam Brynja Arnason ihren eigenen Rapphengst. Hamur von Federath ist das erste in Federath geborene Islandpferd. Seit 2016 ist Brynja Arnason Mitglied im Nationalkader, fährt dreimal im Jahr zu Lehrgängen: "Mein Vater Styrmir ist aber mein Haupt-Trainer. Fünf bis sechsmal wöchentlich trainieren wir." Islandpferde werden das weitere Leben der jungen Overatherin entscheidend bestimmen. (er)

Mitteilungsblatt Overath, 5. Januar 2018

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