RAUTENBERG MEDIA KG
Hilfe zur Volltextsuche
 
Archiv


Home
E-Mail Abo
Kontakt - Impressum
Login für Vereine

RMP Anzeigenshop

Trauerbegleitung: Nur passende Angebote helfen


Zahlreiche Hilfsangebote unterstützen Trauernde, die nach einem Todesfall mit ihrer Trauer nicht zurechtkommen. Angesichts der Vielzahl an Möglichkeiten sollten Betroffene sorgfältig auswählen, was zu ihnen passt. Die Anbieter wiederum müssen vermeiden, falsche Angebote zu machen.
Trauer ist keine Krankheit. Dennoch benötigen manche Trauernde Hilfe über ihr soziales Umfeld hinaus. Sie fühlen sich alleine gelassen oder unverstanden, befürchten, ihr nahes Umfeld zu sehr zu belasten, oder ziehen sich in ihrer Trauer zurück. Dann kann Trauerbegleitung helfen. Selbsthilfegruppen, Vereine, Wohlfahrtsverbände, kirchliche Einrichtungen, Hospize, Psychotherapeuten, Bildungsträger, Bestattungsinstitute oder geschulte Fachkräfte und Einzelpersonen richten sich an Trauernde. Einige Organisationen oder Personen leisten die Arbeit ehrenamtlich, andere sind auf Spenden oder Honorare angewiesen. Eine Auswahl von über 100 Anlaufstellen bundesweit hat das Trauerportal gute-trauer.de gelistet, das von der Verbraucherinitiative Aeternitas e.V. ins Leben gerufen wurde.
Vielfalt bietet sich auch in der Form der Trauerbegleitung. Es gibt ein breites Spektrum an Angeboten, zum Beispiel Trauercafés, Gesprächsgruppen, Wochenendseminare, Trauerreisen oder auch Einzelgespräche, Einzelberatung und Einzelbegleitung. Bei der Auswahl eines passenden Angebots können sich Betroffene in einem Erstgespräch informieren und anschließend in Ruhe entscheiden, welche Unterstützung für sie hilfreich sein könnte. Sie sollten sich nicht scheuen, verschiedene Anbieter zu kontaktieren.
Anbieter von Trauerbegleitung sollten dazu beitragen, dass Betroffene die richtigen Angebote erhalten. In einem Interview im aktuellen Newsletter des Projekts „Trauerforschung im Fokus" übt der niederländische Psychologe und Trauerforscher Henk Schut von der Universität Utrecht Kritik: Trauerberatung mache häufig den falschen Menschen das falsche Angebot. Studien zeigten zum Beispiel, dass Witwen bei der Verlustbewältigung grundsätzlich mehr von Hilfe profitierten, die ihre Blicke auf die alltäglichen Probleme und deren Bewältigung richtete. Hingegen schienen Witwer bei der Verarbeitung mehr davon zu haben, wenn ihre Gefühle in den Fokus rückten. Dies widerspräche dem, was die meisten Hinterbliebenen als Wunsch äußerten und ihnen in der Regel von Trauerberatern angeboten werde. (Quelle: aeternitas)

Rundblick Bergneustadt und Drolshagen, 21. Januar 2017

service.rautenberg.media