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199 neue Wohneinheiten am Hexenweg


Bebauungsplan Bornheim 24


Bornheims Flächennutzungsplan weist zwischen Sechtemer Weg, Stadtbahnlinie 18 und L 192 ein neues großes Wohngebiet aus. Wieder einmal sollen mehr als 21 ha Freifläche verloren gehen.
Dem Stadtrat liegt die Planung für den ersten, knapp 14 ha großen Bauabschnitt westlich und östlich des Hexenwegs vor. Hier sollen 199 neue Wohneinheiten entstehen. Im Nordosten liegt eine 2,7 ha große Altablagerungsfläche. Analysen der Deponie ergaben z.T. "hohe Schadstoffgehalte". Aufgrund der "hohen Methangaskonzentrationen" muss "auf eine Bebauung des zentralen Deponiekörpers verzichtet werden". Die Verwaltung schlägt allerdings vor, eine Bebauung der Randbereiche dieser Altlast zuzulassen. Zum Schutz empfiehlt sie, auf eine Unterkellerung zu verzichten, Gasmesspegel zu installieren und zu beproben sowie Bodenluftabsaugversuche durchzuführen. "Gasflächendrainagen für Gebäude sowie deren Überwachung" sollen die Sicherheit künftiger Bewohner gewährleisten. Hinzu kommen "Setzungsproblematiken" in der Aufschüttung. Baugrundgutachten sollen Maßnahmen empfehlen, um die Standfestigkeit künftiger Wohnhäuser sicher zu stellen.
LSV-Vorsitzender Dr. Michael Pacyna: "Wir bewerten die Risiken für die Gesundheit und Sicherheit künftiger Bewohner dieser Flächen als zu hoch. Auch um ein Haftungsrisiko für die Stadt auszuschließen, raten wir dazu, von einer Bebauung in Randbereichen des Deponiekörpers abzusehen."
Im Gebiet wurden viele geschützte Arten wie z.B. Zauneidechsen, Kreuz- und Wechselkröten sowie 37 Vogelarten nachgewiesen. Deshalb sind "großzügige Artenschutzmaßnahmen" notwendig. Diesen sollen in erster Linie die "ehemaligen Kiesgruben" dienen. Der erforderliche Ausgleich für den Eingriff in Natur und Landschaft kann nur "teilweise innerhalb des Plangebietes" erfolgen. Der LSV schlägt deshalb vor, die Ausgleichsflächen durch vollständigen Wegfall der Deponiebebauung zu vergrößern."
Komplette Stellungnahme: www.lsv-vorgebirge.de

Wir Bornheimer, 28. Januar 2017

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