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Wo Haselmaus, Steinkauz und Kreuzkröte leben


Reges Interesse am Vortrag über Bornheims Naturschutzgebiete


Auf der Veranstaltung des Heimat- und Eifelvereins Bornheim und der Heimatfreunde Roisdorf zu den Naturschutzgebieten Bornheims konnte Referent Dr. Michael Pacyna vor vollem Saal im Roisdorfer Gasthaus "Zur gemütlichen Ecke" mit eindrucksvollen Fotos die Artenvielfalt in diesen Refugien für selten gewordene Tierarten zeigen.
Im Stadtgebiet stehen 22 Landschaftsteile unter Naturschutz. Zwei NATURA 2000 Gebiete sind sogar EU-geschützt. Meist liegen sie auf der Ville und im Vorgebirge, einige auch in der Rheinebene.
Das Herseler Werth ist die einzige Rheininsel in NRW, die nicht betreten werden darf. Ungestört brüten hier Rote-Liste Vogelarten wie Pirol, Nachtigall und Schwarzmilan.
Der Rhein um das Herseler Werth gehört zu den Rhein-Fischschutzzonen. Pacyna: "Die Flach- und Ruhigwasserzonen sind wichtige Laichplätze vieler Fischarten und bieten Jungfischen im Rheinarm zwischen Hersel und der Insel Nahrung und Ruhezonen. Der Rhein dient auch als Wanderstrecke von Lachs und Maifisch."
Dass Naturschutz und ruhige Naherholung vereinbar sind, zeigte der Biologe am Beispiel des Naturschutzgebietes An der Roisdorfer Hufebahn: Dieses zeichnet sich durch "ein bezauberndes Mosaik aus Obstbrachen, Streu-Obstwiesen, Feldgehölzen, Hecken, Brachwiesen sowie einer früheren Kiesgrube aus. Hier brüten wieder Steinkauz, Neuntöter und Bluthänfling, hier lebt die Haselmaus."
Die Artenvielfalt, die Michael Pacyna in weiteren Bornheimer Schutzgebieten mit Fotos dokumentierte, begeisterte die Anwesenden. Diese kritisierten den ausufernden Landschaftsverbrauch in Bornheim durch immer neue Wohn- und Gewerbegebiete. Dieser wirke sich negativ für die Natur und die Menschen aus. Pacyna forderte eine Aufwertung des verbleibenden Freiraumes. Der LSV-Vorsitzende verwies auf positive Beispiele wie den Masterplan Rheinaue und die Obstblütenlandschaft Botzdorf-Hennesenberg.
www.lsv-vorgebirge.de

Wir Bornheimer, 20. Mai 2017

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