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Bebauungsplan Hersel 27: Überzeugender Ausgleich


LSV regt Fuß-/Radweg entlang von Allerstraße und Mittelweg an


Mit dem Bebauungsplan Hersel 27 soll Baurecht für einen Herseler Betrieb geschaffen werden. Das 1,75 ha große Flurstück an der Allerstraße nahe des Mittelweges wird bereits gewerblich genutzt. Eine Transportbeton-Anlage in der benachbarten Kiesgrube wird in das neue Baugebiet verlagert.
In unmittelbarer Nachbarschaft leben zwar streng zu schützende Arten wie z.B. Wechselkröten, Zauneidechsen und Rebhühner. Der Landschafts-Schutzverein Vorgebirge bewertet den geplanten Ausgleich für den Eingriff in den Naturhaushalt allerdings als "insgesamt überzeugend".
LSV-Vorsitzender Dr. Michael Pacyna: "Hier werden im direkten Umfeld der Gewerbefläche zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um den bedrohten Arten bessere Lebensbedingungen zu bieten. Wir regen an, diese Bereiche künftig als Naturschutzgebiet aufzuwerten."
Positiv bewertet der LSV in seiner Stellungnahme an die Stadt Bornheim auch, dass der Landwirtschaft im Gegensatz zu anderen Planungen im Stadtgebiet keine wertvollen Böden entzogen werden.
Die Erschließung des Gewerbegebietes soll über die Allerstraße und den Mittelweg bis zur Roisdorfer Straße erfolgen. Künftig werden werktags ca. 250 LKW-Fahrten sowie andere betriebsbedingte Fahrten die Allerstraße belasten. Beim Mittelweg kommt der Verkehr des geplanten Bebauungsplans He 28 hinzu. Das Verkehrsaufkommen wird insgesamt auf 2.225 Kfz-Fahrten/Tag geschätzt. Michael Pacyna: "Unberücksichtigt bei den Ausbauplänen bleiben anscheinend Radfahrer und Fußgänger. Die Allerstraße dient südöstlich des Plangebietes ebenso wie der Mittelweg als Teilabschnitt eines Links des Grünen C. Beide Wege werden entgegen der Intention des Grünen C wie bei den Bebauungsplänen He 30 und He 31 für die ruhige Naherholung massiv entwertet." Der LSV rät deshalb dringend dazu, aus Gründen der Verkehrssicherheit beim Ausbau zur einer Lkw-Trasse auch einen kombinierten Fuß- und Radweg vorzusehen.

Wir Bornheimer, 17. Juni 2017

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