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LSV tritt für den Schutz des Naturparks ein


Besorgnis über "Entfesselungspaket"


Bisher wurde der Kies- und Sandabbau auf Konzentrationszonen beschränkt. Die Schutzwirkung für den übrigen Freiraum soll laut dem "Entfesselungspaket II" der Landesregierung jetzt aber entfallen. Wie die Bezirksregierung Köln den Politikern im Regionalrat Anfang Februar mitteilte, liegen ihr bereits 120 neue Abbau-Vorschläge von Bergbaufirmen auf dem Tisch.
LSV-Vize Norbert Brauner sieht "den Frieden in Gefahr, der nach Jahrzehnte langen heftigen Auseinandersetzungen um großflächige Bergbau-Pläne auf der Ville-Hochfläche und dem Vorgebirge eintrat, als sich schließlich 2012 Politik, Bezirksregierung und Landschaftsschutzverbände darauf einigten, den Kies- und Sandabbau auf im Regionalplan festgelegte Konzentrationszonen zu beschränken."
Der LSV setzt sich dafür ein, den Naturpark Rheinland weiterhin zu schützen. Zum Naturpark zählen in Bornheim die Rheinebene, die Ville und das Vorgebirge mit flächendeckend vorhandenen Kies- und Sandlagern - darunter auch begehrte Quarzvorkommen.
Bei "besonderen Konfliktlagen" wie in Bornheim kann die Regionalplanung als Ausnahme allerdings auch künftig die Gewinnung von Sanden und -kiesen auf Konzentrationszonen beschränken. Dies hofft LSV-Vorsitzender Dr. Michael Pacyna: "Entfällt der Schutz unserer Erholungslandschaft, werden die überwunden geglaubten Auseinandersetzungen zwischen der um ihre Heimat besorgten Bevölkerung und der Abgrabungsindustrie wieder in aller Schärfe ausbrechen."
Der Regionalrat folgte in einer Sitzung am 2. Februar dieser Einschätzung. Die Politiker unterstützen die Absicht der Bezirksplanungsbehörde, den Abbau von Kiesen und Sanden zum Schutz der Landschaft auch künftig nur innerhalb von sog. "Vorranggebieten mit der Wirkung von Eignungsgebieten" zuzulassen.
Jetzt werden die Kommunen befragt, ob auch sie eine Konzentration der Abgrabungen auf wenige Gebiete befürworten. Bis Ende April muss die Stadt Bornheim Stellung nehmen.

Wir Bornheimer, 3. März 2018

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