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Flüchtlinge in Neubrück


(PM) Auf dem Gelände der GAG am Neubrücker Ring sind seit einiger Zeit Bauaktivitäten zu beobachten. Eine Informationsveranstaltung, zu der die Stadt Köln Anwohnerinnen und Anwohner aus Köln-Neubrück in die Aula der Kurt-Tucholsky-Schule eingeladen hatte, gab Auskunft zu der Baumaßnahme. Es werden zur Zeit die Bodenplatten für drei zweigeschossige Baukörper gegossen. Die 37 Wohneinheiten für zwei bis acht Personen werden vorwiegend Platz für Familien bieten. Man geht zur Zeit davon aus, dass diese Menschen vorwiegend aus Syrien, Afghanistan und dem Irak kommen werden. Der Zugang zu der Wohnanlage wird vom Neubrücker Ring aus erfolgen. Die Bauten werden durch die GAG errichtet und von der Stadt Köln für zehn Jahre angemietet. Eine automatische, weitere Wohnbebauung im Anschluss ist nicht vorgesehen. Die Fertigstellung plant die GAG für Juli 2017, die Übergabe an die Stadt Köln könnte dann im August erfolgen.
Die Betreuung der Flüchtlinge ist noch nicht geklärt. Es wird dafür entweder der soziale Dienst der Stadt Köln oder ein freier Träger zur Verfügung stehen. In den Häusern sind Räumlichkeiten vorgesehen, in denen Treffen von Helfern und Flüchtlingen stattfinden können. Ein Sicherheitsdienst wird anfänglich rund um die Uhr an der Wohnanlage anzutreffen sein. Später wird sich der Sicherheitsdienst auf die Zeiträume beschränken, in denen keine Betreuung zur Verfügung steht.
Josef Ludwig, Leiter des Wohnungsamtes, gab zu Anfang der Veranstaltung einen Überblick über die Entwicklung der Flüchtlingssituation im Allgemeinen. Er erklärte die verschiedenen Arten der Unterbringung und wies darauf hin, dass die Zahlen des Zuzugs zwischenzeitlich gesunken sind. Die leichte Entspannung der Zahlen und die ständige Schaffung von neuen Unterbringungen machen es inzwischen möglich, einen Großteil der belegten Turnhallen wieder ihrer ursprünglichen Bestimmung übergeben zu können. Dabei, so Ludwig, sei zu betonen, dass man die Turnhallen durchweg in einem besseren Zustand zurückgäbe, als sie anfänglich angetroffen wurden.
Nach den allgemeinen Ausführungen durch Ludwig bestand die Möglichkeit Fragen zu stellen und Anregungen einzubringen. Besonders kritisch gesehen wurde dabei die mangelnde Infrastruktur. Ausreichende Kindergarten- und Schulplätze seien keinesfalls sichergestellt. Auch die Tatsache, dass es für ganz Neubrück nur einen einzigen Supermarkt gebe, sei kaum hinzunehmen. Schon heute kommt es dort zu langen Schlangen an den Kassen, viele Grundnahrungsmittel sind frühzeitig ausverkauft, so die Bedenken der Anwesenden. Der ebenfalls anwesende Bezirksbürgermeister Marco Pagano betonte, dass schon langfristig Bemühungen bestünden, weiteren Einzelhandel in Neubrück anzusiedeln. Politik und Verwaltung hätten allerdings keine Handhabe, hier Druck auszuüben.
Wer sich ehrenamtlich bei der Betreuung der Flüchtlingsfamilien engagieren möchte, kann sich an den Bürgerverein Neubrück wenden: www.buergerverein-neubrueck.de. Ebenfalls Hilfe bietet die Initiative Winbrück an: http://winbrueck.de/.

Rundblick Köln-Ost, 25. Februar 2017

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