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Sport darf nicht zum Spielball von Interessen werden


Bei den Diskussionen der letzten Zeit über die Stadtentwicklung in Elsdorf wird immer wieder der Sport - und hier vor allem das Stadion Elsdorf sowie der Aschenplatz - genannt. Als Vorsitzender des Stadt-Sport-Verbandes möchte ich dazu folgende Stellungnahme abgeben:
Grundsätzlich besteht in der Stadt Elsdorf wie in vielen Kommunen von NRW ein Sanierungsstau bei den vorhandenen Sportstätten. Ich wünsche mir, dass sukzessive daran gearbeitet wird, diesen Zustand zu verbessern. Ein guter Anfang dafür wäre sicherlich das Stadion Elsdorf.
Im Jahr 1959 erbaut wird es seitdem von den Schulen, der Leichtathletik, dem Tennisclub sowie vom Fußballsport genutzt. Nach nun fast 60 Jahren der Nutzung ist der bauliche Zustand erwartungsgemäß alles andere als gut. Außer der Rasenfläche befinden sich die Laufbahnen, die Platzeinfassungen, die Steinstufen der Tribüne sowie die Zaunanlage in einem maroden Zustand und bedürfen dringend einer Sanierung.
Bei einem so großen Sanierungsbedarf ist es daher mehr als sinnvoll, die Anlage zukunftsorientiert zu gestalten.
Der von der Stadt vorgelegte Entwurf ist sicherlich ein guter Ansatzpunkt. Er sieht eine sinnvolle Neugestaltung des Stadions auf der gleichen Fläche wie bisher vor. Die Vorteile liegen meines Erachtens auf der Hand:
•Unter Einbeziehung der Tennisanlage würde eine zweckmäßige und optisch ansprechende Sportanlage an alter Stelle entstehen.
•Der Schulstandort Elsdorf kann seinen Schulen eine funktionelle Sportanlage zur Verfügung stellen.
•Mit Kunstrasen könnte der Trainings-Spielbetrieb ganzjährig durchgeführt werden.
•Die sanierte Anlage könnte, wie schon bei den Turnhallen praktiziert, auch von anderen Vereinen der Stadt genutzt werden. Warum das notwendig ist, hat sich erst dieses Jahr wieder gezeigt, als alle Aschenplätze der Stadt witterungsbedingt über fünf Wochen gesperrt waren - und das in der Vorbereitungsphase zur Rückrunde.
Nicht zuletzt würde durch eine solche Umbaumaßnahme des Stadions der bisherige Aschenplatz überflüssig. Abgesehen davon, dass die meisten Sportler dies sicherlich begrüßen würden, ist dies aus unterschiedlichen Gründen sinnvoll:
•Der Weg vom Sportlerheim zum Aschenplatz ist nicht gerade der kürzeste und führt auch noch über eine Verkehrsstraße. Halbzeitpausen werden deshalb aus Zeitmangel meistens auf dem Platz abgehalten, ganz gleich bei welcher Witterung.
•Auf dem Aschenplatz fehlen sanitäre Anlagen.
•In zwei Jahren steht auch für den Aschenplatz eine Sanierung an: die Deckschicht des Hartplatzes muss überholt werden.
•Die Anwohner beschweren sich seit Jahren über die Begleitumstände des Aschenplatzes wie Staub, Lärm, Flutlicht und herumfliegende Bälle.
Sieht man nun diese Fakten, wäre es fahrlässig, eine vernünftige zukunftsorientierte Lösung zu lange hinauszuzögern. Zumal gerade bei der Sanierung von Sportplätzen sowohl der Bund als auch das Land NRW zeitlich begrenzt Fördermittel bereitstellen.
Bei allen in letzter Zeit geführten Diskussionen hoffe ich, dass der Sport nicht vordergründig benutzt wird, um andere Interessen durchsetzen zu wollen. Es kann nicht angehen, dass der Sport - und damit alle Schülerinnen und Schüler, Sportlerinnen und Sportler sowie die Vereine - am Ende die Verlierer sind.
Leo Schiffer
1. Vorsitzender SSV

Rundblick Elsdorf, 28. Juli 2017

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