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Altstädter Elferrat kümmert sich um die Gäste


Herrensitzung mit toller Programm-Mischung - Nummerngirl zeigt den Männern die Reihenfolge des Programms


(wed) Eine Herrensitzung ohne einen Elferrat auf der Bühne, das kann doch nicht sein! Doch, die Troisdorfer Altstädter haben es vorgelebt bei ihrer Sitzung nur für Männer. Zur Begrüßung standen die elf Köbesse noch in Reih" und Glied auf der Bühne, um dann schnell in neue Verantwortungen zu verschwinden. Die Altstädter hatten nämlich viel Arbeit investiert und für jeden Besucher einen Vesper-Teller mit Wurst, Frikadellen und Brot als "Grundlage" eingedeckt: alles in Eigenleistung fertiggestellt. Und auch der Service funktionierte allerbestens mit "Personal" aus eigenen Reihen. Den "kleinen" Elferrat auf der Bühne während des Programms verkörperten Sitzungs-Präsident Torsten Sterzel und Achim Rohm. Sterzel: "So, jetzt sind wir mal unter uns und machen die Türen zu."
Gar nicht unangenehm war dem Präsidenten die Vorstellung des Nummerngirls Beatrice, die vor jeder neuen Darbietung mit ihrem jeweiligen Schild über die Bühne schawenzelte. Den Männern hat es aber gefallen. Dabei hatte sie sich einen Pascha-Karnevalsorden umgehängt, den Sterzel später öffentlich versteigerte. Oliver Roth, Ortsringvorsitzender von Oberlar, hatte die "stärksten Nerven" und sicherte sich das Schmuckstück inklusive Busserl, "mehr nicht".
Ganz und gar nicht hausgemacht war das Programm. Da standen teils europaweit bekannt und beliebte Künstler auf der Bühne, die den Saal immer wieder in Wallungen brachten. Marc Metzger zum Beispiel erzählte aus seinem Leben und wollte allen Ernstes glaubhaft machen "Karneval ist nichts mehr für mich, ich bin alt geworden". Er gestand, zu Hause 80 Zimmerpflanzen zu haben, "aber keine kannste rauchen". Eine kleine Stichelei in Richtung Altstädter konnte er sich nicht verkneifen: Muss ein kleiner Verein sein mit nur zwei Männern im Elferrat.
Jupp Menth hatte den WDR auf dem Kieker: Willi Millowitsch oder Hänneschen senden die nicht mehr, überall findet man nur noch Kochshows. Bei Heino erinnerte er an den Prostata-Song "In mir brennt was". Gar nicht leiden kann er offensichtlich Claudia Roth, die "wohl in der Paarungszeit von einem Buntspecht abgeflogen wurde". Der geniale Martin Schopps hatte es mit der Jugend und den Schülern, als Berufsschullehrer kein Wunder. Er plädierte für Werbeunterbechungen im Klassenzimmer, beispielsweise während der Sexualkunde: Respekt, wer"s selber macht! Toom. Sein Erlebnis aus einer Patchworkfamilie: Dein neuer Vater ist cool! - Woher weißt du das? - Den hatte ich auch schon.
Bernd Stelter spulte in gewohnt professioneller Form sein Programm ab und nahm Weltthemen ebenso auf"s Korn wie deutsche. Der Brexit hatte es ihm besonders angetan. Der scharfzüngige Virtuose textete den Howard Carpendales Oldie "Dann geh doch" um in "Geht doch! Wenn ihr meint, einer vermisst euch..." Er stellte allerdings etwas neidisch die Frage in den Raum, "wenn die ganz raus sind, dürfen DIE dann wieder Glühbirnen einsetzen".
Die Mickey Brühl Band, Cat Ballou, Cheerleader, Räuber oder Klaus & Willi, sie alle waren jot drop und sorgten dafür, dass sich die Stimmung nie von dem hohen Niveau absackte.

Rundblick Troisdorf, 28. Januar 2017

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