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LSV begrüßt Innenbereichsverdichtung


Bebauungsplan Bornheim 10: Verein drängt aber auf Umweltprüfung


Die Stadt plant, in der Ortschaft Bornheim den unbebauten, ca. 2 ha großen Bereich zwischen Königstraße, Kallenbergstraße, Stadtbahnlinie 18 und Mühlenstraße durch Aufstellung des Bebauungsplanes Bo 10 für eine Wohnbebauung zu öffnen. Zu der Planung wird auch der Landschafts-Schutzverein Vorgebirge angehört. In seiner Stellungnahme begrüßt der LSV die vorgesehene Innenbereichsverdichtung anstelle des Verbrauchs weiterer Freiflächen im Außenbereich.
Vereinsvorsitzender Dr. Michael Pacyna: "Das neue Wohngebiet wird das Bornheimer Zentrum mit seinen Einkaufs- und Dienstleistungsangeboten stärken. Für die Bebauung spricht auch die gute Infrastruktur in der Nachbarschaft und die günstige Anbindung an den Personennahverkehr."
Die Bedeutung des Bereichs für die Erholung ist nach Auffassung des LSV gering. Bedenken hat der Verein jedoch gegen ein beschleunigtes Verfahren "ohne Durchführung einer Umweltprüfung". Eine "Artenschutzrechtliche Vorprüfung" ergab Hinweise auf das Vorkommen von mindestens vier geschützten Tierarten. Das mit der Vorprüfung beauftragte Fachbüro schlug deshalb eine "Kartierung" des Plangebietes zur Erfassung des Brutvogel-Vorkommens und anderer gefährdeter Tierarten vor. Dieser Vorschlag wird vom LSV unterstützt.
Die Stadtverwaltung möchte jedoch lieber "zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme der Bauflächen ergänzende Erhebungen durchzuführen." Sollten dabei geschützte Arten festgestellt werden, "sind evtl. weitere Maßnahmen zum Artenschutz durchzuführen bzw. Ersatzlebensräume im Umfeld des Plangebietes nachzuweisen."
Dem LSV erscheint dieses Vorgehen bedenklich. Pacyna: "Es ist kaum anzunehmen, dass die Bautätigkeit immer in der Fortpflanzungszeit der im Baugebiet vermutlich vorkommenden geschützten Vogelarten Klappergrasmücke, Bluthänfling und Waldohreule liegen wird. Unklar ist auch, wer die Erhebungen dann durchführen wird" (mp).
www.lsv-vorgebirge.de

Wir Bornheimer, 13. August 2016

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