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Regionalplan: Stresstest bestanden!


Urteil des Kölner Verwaltungsgerichts schützt Vorgebirge und Ville.


Bornheim. Erleichtert über eine Entscheidung des Kölner Verwaltungsgerichts von Anfang August ist der Landschafts-Schutzverein Bornheim. LSV-Vorsitzender Dr. Michael Pacyna sieht in dem Urteil, eine Erweiterung des Bergbaus zwischen Rheinbach und Swisttal in Richtung Buschhoven nicht zuzulassen, eine sachgerechte Entscheidung.
Die geforderte Ausweitung eines Bergbaubetriebes um 23 ha wäre laut Urteil der Kölner Richter ein klarer Verstoß gegen die Festlegungen im Regionalplan. Dieser schreibt fest, außerhalb der im Plan dargestellten Konzentrationszonen keine weiteren Abgrabungen für den Abbau von hochreinem weißem Quarzkies mehr zuzulassen.
Das Unternehmen hatte argumentiert, der heimische Bedarf an Quarzkies, der u.a. in Gärten als Schmuckkies Verwendung findet, sei im Regionalplan viel zu niedrig angesetzt worden. Der Betrieb musste allerdings einräumen, dass ein großer Teil seiner Produktion ins Ausland verkauft wird.
Pacyna: "Entgegen der Behauptung der Firma wurde der Bedarf an diesem Rohstoff u.a. durch Gutachten des Geologen Dr. Michael Veerhoff nachvollziehbar ermittelt. Das hat das Gericht bestätigt. Eine Entscheidung zugunsten des Unternehmens wäre auch für die Bornheimer Landschaft katastrophal. Hätte das Gericht - wie von der Firma gewünscht - den Regionalplan hinsichtlich seiner Beschränkung des Quarzkies-Abbaus auf Konzentrationszonen als unwirksam erklärt, wären auch bei uns Tür und Tor für neue Bergbau-Anträge auf der Ville-Hochfläche und im Vorgebirge geöffnet. Insofern hat das Kölner Urteil auch für Bornheim eine hohe Bedeutung. Wir freuen uns deshalb sehr, dass die Beschränkungen des Quarzkies-Abbaus auf Konzentrationszonen Bestand hat. Der Regionalplan hat damit den Stresstest bestanden. Der 2012 einvernehmlich erzielte Konsens zwischen Landschaftsschützern, Behörden und Kiesunternehmen hat damit weiterhin Bestand" (mp).
www.lsv-vorgebirge.de

Wir Bornheimer, 27. August 2016

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