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Naturschutzgebiet "An der Roisdorfer Hufebahn


Stadt diskutiert Erweiterung


2015 regte der Beirat bei der Unteren Landschaftsbehörde des Rhein-Sieg-Kreises an, das Naturschutzgebiet "An der Roisdorfer Hufebahn" in Richtung "Heimatblick" wegen des besonders hohen ökologischen Wertes der Landschaft um ca. 15 ha zu erweitern. Über die Erweiterung entscheidet der Kreistag. Zurzeit diskutiert der Bornheimer Rat, ob er diese Anregung beim Kreis unterstützt.
Bisher steht die anvisierte Erweiterungsfläche unter Landschaftsschutz. Der Landschaftsbeirat begründet seinen Vorschlag, das Gebiet unter Naturschutz zu stellen, u.a. mit den trockenen Böden im Bereich der Roisdorfer Hangkante. Diese für Ackerbau kaum geeigneten Flächen begünstigen die Entwicklung wertvoller Magerrasen und Heiden. Hinzu kommt das vorhandene Mosaik aus Obst- und Brachwiesen, Eichenwäldchen und Weiden, dem Lebensraum vieler bedrohter Arten.
Der Beirat möchte durch die Unterschutzstellung nach der inzwischen genehmigten Reitanlage am Brombeerweg weiteren Fehlentwicklungen entgegen wirken. Nicht zum vorgeschlagenen Erweiterungsgebiet gehören die künftige Reitanlage, ein landwirtschaftliches Anwesen, der "Heimatblick", die Wohnbebauung am Brombeer- und Eibenstockweg oder das Roisdorfer Schützen-Gelände an der Essener Straße. Für Grundstückseigentümer ändert sich bei einer Umwandlung vom Landschafts- in den Naturschutz hinsichtlich der aktuellen Nutzung kaum etwas. So untersagt bereits der Landschaftsschutz, im Gebiet Weihnachtsbaum-Kulturen neu anzulegen. Das gleiche Verbot gilt unter Naturschutz. Wenn allerdings für vorhandene Kulturen eine Befreiung durch die Untere Landschaftsbehörde vorliegt, können diese weiter bewirtschaftet werden. Auch das Straßen- und Wegenetz bleibt von einer Änderung unberührt.
Der LSV setzt bei offenen Fragen auf Dialog. Vorsitzender Dr. Michael Pacyna: "Wir stehen am Anfang einer Diskussion. Selbstverständlich sind wir für Verbesserungsvorschläge offen."
www.lsv-vorgebirge.de

Wir Bornheimer, 22. Oktober 2016

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