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Willkommen in Brück


Die Initiative geht weiter


(PM) Nach einer etwas längeren Pause hatte die Initiative „Willkommen in Brück" in der vergangenen Woche wieder einmal zu einer Informationsveranstaltung ins „Hähnche" in Brück eingeladen. Auch dieses Mal konnte Jürgen Wiebicke für die Moderation der Veranstaltung gewonnen werden. Ebenfalls dabei - Wolfgang Schmitz, einer der Hauptkoordinatoren von „WinBrück", Hans Oster, Flüchtlingskoordinator der Stadt Köln und Josef Ludwig, der Leiter des Wohnungsamtes die für Informationen zum Fortgang der Initiative zur Verfügung standen. Josef Ludwig führte aus, dass sich die Lage bei der Bereitstellung von Unterkünften inzwischen etwas entspannt habe. Kamen Anfang des Jahres noch 400 - 500 Flüchtlinge jede Woche nach Köln, so ist die Zahl inzwischen auf 60 - 80/Woche gesunken. Von den 27 für die Unterbringung genutzten Turnhallen konnten 7 inzwischen wieder geräumt werden, 2 weitere sollen es noch bis Jahresende sein. Eine gute Nachricht für die Sporttreibenden und natürlich für die dort untergebrachten Menschen, die auf ein Minimum an Privatsphäre verzichten mussten. Man hofft, so Ludwig, im Laufe von 2017 auch die restlichen Turnhallen wieder ihrer sportlichen Bestimmung übergeben zu können. Alternativ zu den Turnhallen hatte man zwischenzeitlich 3 Leichtbauhallen errichtet, die aber menschlich gesehen für die Flüchtlinge ebenso belastend waren wie die Turnhallen. Es sind insofern keine weiteren Hallen dieser Art mehr geplant. Unproblematisch verläuft der Betrieb in der Unterkunft am „Rather Kirchweg" wo vorwiegend Familien untergebracht sind, ebenso wie in der Broichstraße. Hier erwartet man nach Einrichtung einer Brandschutzanlage in Kürze die Genehmigung zur Aufnahme von ca. 40 weiteren Flüchtlingen. Für den Brücker Sportpark gibt es einen neuen Pacht-Interessenten, hier ist aber zur Zeit noch nichts entschieden, da hier eine lange Mängelliste abzuarbeiten ist.
Der stärkste Zuzug von Flüchtlingen ist momentan aus Syrien, dem Iran, Irak und Afghanistan zu verzeichnen, wobei es sich zu 70% um Familien handelt, 30% sind alleinreisende Männer. Bei der Unterbringung hat sich hier eine Mischung von Familien und Alleinreisenden als vorteilhaft erwiesen, so Josef Ludwig.
Eine weitere Unterkunft zur Unterbringung von Flüchtlingen ist am Neubrücker Ring vorgesehen. Hier sollen von der GAG auf eigenem Gelände Bauten in Systembauweise für ca. 150 Menschen entstehen. Zu den Planungen in der Pauline-Christmann-Straße (Rath/Heumar) wird es am 15.12. um 19 Uhr im Gemeindezentrum der Evangelischen Versöhnungskirche eine Infoveranstaltung geben.
Der geringer werdende Zustrom an Flüchtlingen bedingt etwas andere Aufgabenstellungen für die Helfer der Initiative. Schwerpunktmäßig geht es jetzt um die Integration der Menschen, um den Erwerb von Sprachkenntnissen, Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Hier wird dringend Hilfe gesucht, speziell im Sprachbereich (pädagogische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich) und bei der Begleitung zu Ämtern - was praktisch für Alle eine Herausforderung darstellt. Hier, so erklären die Helfer der Initiative, ist die Fähigkeit zu flexiblem Handeln wertvoll, ebenso wie der Aufbau von Vertrauen und Geduld. Wer nicht so gerne mit Erwachsenen arbeiten möchte, für den stellt das Lernen mit Kindern eine gute Alternative dar. Hier kann man zum Beispiel im Schulunterricht den Kindern begleitend zur Seite stehen, oder auch in den Unterkünften im Familienkreis bei den Hausaufgaben helfen.
Wer ein bisschen Zeit erübrigen kann, kann sich unter http://winbrueck.de/ näher informieren. Erste Interessenten meldeten sich bereits am Infoabend, es werden aber durchaus noch mehr Helfer gebraucht.

Rundblick Köln-Ost, 10. Dezember 2016

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