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Förderverein Buchstützen


3. "Pättchen"-Wanderung mit Luise Wiechert


Am Samstag, dem 1. Oktober 2016 führte auf vielfachen Wunsch bereits zum dritten Mal die Alfterer Vizebürgermeisterin Luise Wiechert die „Buchstützen" über die Alfterer Pättchen und ließ Alfterer Geschichte lebendig werden. Und wieder hätte die maximale Teilnehmergrenze von 25 locker übertroffen werden können, viele Anfragen mussten vertröstet werden auf eine Warteliste, so dass eine vierte Auflage wohl fest eingeplant werden muss, so Vorsitzender Andreas Owald und Vorstandsmitglied Anneliese Wessel. Treffpunkt war vor der Öffentlichen Bücherei St. Matthäus, am Hertersplatz, sozusagen „im Herzen Alfters", so Wiechert, da das Gebäude noch eines der ältesten erhaltenen Alfters ist, „vieles wurde 1583 komplett zerstört", so die Heimatkundlerin weiter. Die zweistündige Wanderung, welche insbesondere für Neubürger gedacht war, bot jedoch auch für viele Alteingesessene noch Überraschungen. Vier Pättchen- Arten gibt es: „Offizielle", von der Gemeinde angelegte und gepflegte Pättchen, oder auch in der französischen Besatzungszeit entstandene Pättchen, weil man mit der „Schürreskar" so am kürzesten auf die Felder kam. Auch viele „Inoffizielle", die gar nicht im Kataster eingetragen sind, sondern durch eine Art Agreement unter den Bauern, die zu ihren Feldern mussten, nach „rheinischer Lösung" entstanden sind, gibt es heute noch. Ursprung hier war die Säkularisierung, durch welche ein Flickenteppich an kleinen Feldern und Grundstücken entstanden ist, die irgendwie erreicht werden mussten. Rund 150 Pättchen sind so über die Jahre entstanden, von denen viele auch in Vergessen geraten oder zugewachsen sind. Manche Pättchen zwischen den Häusern dienten ganz einfach auch als Regenrinne bzw. Wasserablauf. Schließlich gibt es da noch die „Trampelpfade", „welche über anderer Leute Grund führten, was viele gar nicht wissen", so Wiechert weiter. In Alfter fand übrigens im Gegensatz zu Bornheim keine Flurbereinigung statt, lernte die Wandergruppe, aufgrund der Landwirtschaft, weswegen auch dadurch noch einige verwunschene Wege erhalten sind. Auch über die B9 wusste Wiechert historisches zu berichten: Darunter befindet sich nämlich eine alte Römerstraße, die so stabil gebaut ist, dass sie bis heute die Lasten an Autos und LKWs trägt, die auf der B9 eigentlich über eine Römerstraße fahren. Der anschließende Ausklang der Wanderung fand im Bistro „Möhren und Tulpen" in der Knipsgasse statt. (Ru)

Wir in Alfter, 15. Oktober 2016

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