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Kupfer heißt Veränderung


Der Metallwerkstoff fasziniert heute mehr denn je Architekten und Designer


David Chipperfield, Norman Foster oder Tom Dixon: Die Liste der Architekten und Designer, die heute mit Kupfer und Kupferwerkstoffen arbeiten, liest sich wie das Who-is-Who der Branche. Gründe dafür gibt es genug: "Das Material Kupfer besticht durch seine Langlebigkeit, seine Nachhaltigkeit und in seiner Anmutung, die sich täglich verändert und changierend je nach Licht andere Farbtöne wiedergibt. Das Altern, also die Veränderung der Patina als wesentliches Gestaltmerkmal fasziniert uns", so beschreibt die Passauer Architektin Regina Schineis den Reiz des Metallwerkstoffs.
Siegeszug der Kupferfassaden beginnt im 20. Jahrhundert
Tatsächlich ist Kupfer einer der ältesten Baustoffe, die der Mensch eingesetzt hat. Seine Gewinnung und Verarbeitung beherrscht er bereits seit der Kupfersteinzeit - die ältesten Funde von bearbeitetem Kupfer datieren aus dem achten Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung. Zu Materialien, die äußerst vielseitig und flexibel für Oberflächen im Außenbereich eingesetzt werden, entwickelten sich Kupferwerkstoffe aber erst im 20. Jahrhundert. Flach, gekrümmt, gebogen, facettiert, wellenförmig, unregelmäßig strukturiert, durchbrochen oder als Gitterstruktur, Fassadenverkleidungen und Dachelemente lassen sich in nahezu jede denkbare Form bringen. Zudem harmonieren die Legierungen des roten Metalls sehr gut mit anderen Baustoffen wie Holz, Naturstein, Beton, sichtbarem Mauerwerk oder Glas.
Kupferpatina bildet auch das regionale Klima ab
Durch den natürlichen Patinierungsprozess verändern die Oberflächen von Kupfer und Kupferlegierungen im Laufe der Zeit ihre Farben. Unter patinabildung.copperconcept.org gibt es dazu mehr Informationen sowie eine Vielzahl von Architekturprojekten. Interessant für Architekten und Gestalter ist dabei auch die Abhängigkeit der Farbveränderungen von der Region: In der Salzluft von Küstengegenden entwickeln sich die Farbschattierungen anders als zum Beispiel in küstenfernen Bergregionen. Das Äußere eines mit Kupfer und Kupferlegierungen gestalteten Gebäudes entsteht also auch in Reflexion der Region, in der es sich befindet. (djd)



Wir in Weilerswist, 11. November 2017

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