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Ein gelungener Start in die neue Woche


"Goodbye Blue Monday" - Konzert und Kunstausstellung im Atelier Meerkatze


(ik) Königswinter. Es sind manchmal die spontanen Ideen, die zum Erfolg führen. Wie kann man den Wochenstart gestalten und dies so, dass man sich nach einem Wochenende auf den ersten Arbeitstag wieder freut. Hier hatte die neu gegründete Gruppe 3_O R E N D A um Andrea und Dave Deighton sowie Axel Wendelberger, eine zündende Idee. Um sich von dem "Blauen Montag" verabschieden zu können, haben sie sich zum Ziel gesetzt an besonders ausgewählten Orten, eine Mischung aus Kunstausstellung und Konzert zu präsentieren. Der Startschuss fiel jetzt im Atelier Meerkatze in der Altstadt von Königswinter. Für den musikalischen Part war der Pianist Vladimir Katz zuständig, ein Musiker, der in der New Yorker Jazz-Szene aktiv ist und eigene Kompositionen spielte. Für den künstlerischen Teil konnte die ebenfalls neu gegründete Gruppe 4:1 gewonnen werden. Zu ihr zählen Julius Busch, Raimunde Grave, Wilko Meiborg, Nike Seifert und Malte Sonnenfeld. Sie zeigten ihre aktuellen Werke mit unterschiedlichen künstlerischen Richtungen und Medien. "Kunst ist der Gestaltungsprozess, der einen Aberwitz an den Tag bringt. Kunst ist die Wildsau, die skurril und humorvoll den Erkenntnistrüffeln hinterherjagt. Kunst ist Austragungsort erahnter, unausgesprochener Ideen", so Julius Busch. Raimunde Grave über ihr Wirken: "In meinen Arbeiten überprüfe ich unsere Seh-, Denk- und Reaktionsgewohnheiten in einer Art, die den Betrachter amüsiert, irritiert und zur Reflexion über eigene Sichten einlädt". Die Titel der Gemälde: "Wolfsgeheul" oder "Sanguin", Bilder mit Leim, Kreide, Pigmenten, Pudergold und Blattmessing sowie Lack auf Leinwand von Nike Seifert - "nowadays - floating", Acryl, Bierfilz, Papier, Collage von Malte Sonnenfeld oder "echo_001", Digital print auf Alu-Dibond von Wilko Meiborg, eine Vielfalt unterschiedlicher Arbeiten, die den Charme der Ausstellung ausmachten. "Es war eine spontane Idee, die jedoch unsere Handschrift tragen soll", so Galerist Dave Deighton, "Es hat einen Anfang, aber noch lange kein Ende". Das man sich gründliche Gedanken gemacht hatte zeigte auch der Klang aus dem Volksempfänger. "Die Nacht ist nicht zum Schlafen da" - ein Schlager von Gustav Gründgens - der so gewollt, dass Kontrastprogramm dieses Abends noch verstärkte.

Rundblick Siebengebirge, 14. Mai 2016

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